Vita Cola
1954 wurde eine „Brauselimonade mit Frucht- und Kräutergeschmack“ als Marke in der DDR beim Patentamt angemeldet. Was sich als „Brauselimonade mit Frucht- und Kräutergeschmack“ vielleicht ein bisschen hölzern anhört, bekam bald den Namen „Vita Cola“ und wurde zu einer Topmarke in der ehemaligen DDR. Koffein, Vitamin C und ein Spritzer Zitrone gehörten zu den Zutaten, wobei der Spritzer Zitrone nach Unternehmensangaben eine Neuerung für die Welt der Cola-Marken war. 200 Betriebe füllten die Vita-Cola Mitte der 80er Jahre in der DDR ab. Dann kam die Wende und, so schien es zumindest, auch das AUS für Vita Cola; andere Cola-Marken eroberten den ostdeutschen Markt. Doch Vita-Cola kam zurück. 1994 ging die Marke Vita Cola in den Besitz der Thüringer Waldquell Mineralbrunnen GmbH über; man gab der Flasche das Originaldesign, damit alte Vita-Cola-Freunde das Getränk auch ganz schnell wieder erkennen, und ging erneut auf den Markt; etwa elf Jahre später, im Jahr 2005, übernahm dann das Unternehmen Hassia Mineralquellen aus Bad Vilbel Vita Cola. Vita Cola gehört heute wie viele kleinere Cola – Sorten zu den Nischenprodukten, die im Vergleich zum Absatz von Coca Cola wohl nicht einmal Zwergenstatus erreichen, sondern sich irgendwo in der Welt der Atome bewegen, dennoch leben sie… und manch einer hat sie ganz doll lieb.
Produkt
„Als wild, erfrischend und lecker“ wird die originale Vita Cola bezeichnet; wie nun „wild“ schmeckt, ist uns zwar noch immer nicht ganz bewusst, aber nach Angaben auf der Vita Cola – Webseite schmeckt „wild“ durch einen Spritzer Zitrone nicht so süß wie andere Colas. Nach der Nährwert-Tabelle haben 100 ml insgesamt 36kcal. Wer einen Liter trinkt, kommt damit auf 360kcal, was ungefähr einem 300 – Gramm – Rinderfilet entspricht. Neben dieser Vita Cola existieren drei andere Sorten: die zuckerfreie Original-Variante sowie Vita Cola Schwarz und Vita Cola Schwarz Zuckerfrei. Die Vita Cola Schwarz – Variante verabschiedet sich vom Zitronenspritzer des Originals und nähert sich geschmacklich mehr den anderen Cola – Sorten an. Das hat seinen Preis: Der Zuckergehalt steigt auf 11,4 Gramm pro 100 ml und die Anzahl der Kalorien auf 45,9.
Gesundheit
Phosphorsäure ist auch Bestandteil von Vita Cola, insofern gilt alles, was wir über Cola und Phosphorsäure auf der Seite über gesundheitliche Auswirkungen der Cola erzählt haben, auch für diese Marke. Die nicht zuckerfreien Varianten sind zudem nicht gerade arm an Zucker, was sie mit anderen Cola – Marken gemeinsam haben. Ob nun allzu viele Ärzte Vita Cola trotz des Spritzers Zitrone als Gesundheitswasser bezeichnen würden, sei einmal dahingestellt. In Maßen lässt sich die Sache aber höchstwahrscheinlich trinken, ohne dass schlechtes Gewissen einen allzu sehr peinigt.
Aktuelle Artikel
Kategorien
- Allgemein (2)
Monatsarchiv
- Oktober 2009 (1)
- November 2008 (1)













