Cola und nicht-kölsche Biere
Fragen Sie einen waschechten und extrem lokalpatriotischen Kölner nach der Mischung aus Cola und nicht-kölschen Bieren: „Jiddet ned“ wird er Ihnen antworten, weil aus seiner Sicht nicht-kölsche Biere nicht existieren; das mag irgendetwas sein, was da außerhalb Kölns als Bier angeboten wird, Bier jedenfalls ist es aus seiner Sicht nicht. Und dann… dann konfrontieren Sie einen Bayer oder einen Düsseldorfer mit dieser Aussage und lauschen den Antworten, gehen damit wieder zum Kölner und so weiter… Das könnte spaßig werden. Da wir keine waschechten und extrem lokalpatriotischen Kölner sind, gehen wir einmal davon aus, dass auch außerhalb der großen Domstadt am Rhein Biere existieren, die man ebenfalls mit Cola mischen kann, wobei man dann etwas aufpassen muss, weil der Zucker… aber das wissen Sie ja bereits. Pils und Cola etwa nennen die Leute rund um Hannover „Diesel“. Im Lande des Ernst Happel, des Wiener Schmähs und des Wunders von Cordoba, mischt man Cola auch gerne einmal mit Weizenbier, nennt dies häufig ebenfalls „Diesel“ und lässt es sich schmecken. Cola und Weizenbier oder Weißbier mixt man auch im Süden jenes Landes, Deutschland genannt, das sich nicht ganz so gern ans Wunder von Cordoba erinnert. [zur Gedächtnisauffrischung für die 50€-Frage bei „Wer wird Millionär“: Als Wunder von Cordoba wird der Sieg der österreichischen Fußballnationalmannschaft gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft 1978 in Cordoba im Rahmen der WM in Argentinien bezeichnet]. Und dann gäbe es da noch (spätestens jetzt würde jener von uns zitierte Kölner, den wir aber ignorieren, die Hände über dem Kopf zusammenschlagen) Krefelder, eine Mischung aus Cola und Altbier. [by the way: hat jemand schon einmal Kölsch und Altbier gemischt?]
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